Vom eigenen Stiefvater verraten. Einer unbarmherzigen Herrschaft ausgeliefert.
Madeleine, die schönste Maid ihres Dorfes, wird von ihrem Stiefvater für einen Beutel Silber an einen geheimnisvollen Fremden verkauft. Doch der düster-attraktive Mann begehrt sie nicht für sich selbst. Er bringt sie auf die Burg eines mächtigen Fürsten und seiner Gemahlin.
Unter der harten Hand einer strengen Ausbilderin beginnt für Madeleine eine Zeit voller Demütigungen. Schon bald erkennt sie, dass sie nicht die Erste ist, die dem Paar als Spielzeug für seine abgründigen Bedürfnisse dient. Und dass keine ihrer Vorgängerinnen lange überlebt hat.
Ein kompromissloser, historischer Roman über absolute Unterwerfung, strenge Züchtigung und die Abgründe totaler Hingabe.
LESEPROBE:
Madeleine stand in einem schlichten Unterkleid da, ein breites Lederband um die Taille.
„Madame Fiodora?“, fragte sie unsicher.
„Comtesse“, berichtigte die Frau scharf. „Du sprichst mich mit Comtesse an.“
Zu ihrer Linken standen Maria und Bernadette. Dahinter warteten zwei weitere Frauen, die Madeleine noch nie gesehen hatte. Und an der Tür standen zwei bewaffnete Wachen.
Madeleine sah sich um. Der Raum verschlug ihr den Atem.
Da waren Sessel mit eingebauten Lederriemen an Arm- und Beinlehnen. Menschenhohe Kreuze, an denen Halterungen und Ketten hingen. Ein Strafbock. Ein Pranger. Die beiden letzten kannte sie vom Richtplatz ihres Dorfes. Aber dort gehörten sie hin.
Was taten sie hier – in diesem Saal?
Diese Möbel erinnerten an ein Verlies, doch die Wände waren mit schweren Teppichen behängt. Darauf waren Szenen gestickt und gewebt, die wie aus einem Albtraum wirkten: Menschen in unmöglichen, verschlungenen Posen. Teufel, die Frauen aufspießten – nicht nur mit Stöcken oder Mistgabeln, sondern mit überlangen Schwänzen.
Die „Comtesse“ – eine elegante, strenge Frau mit langem schwarzem Haar und schlanker Gestalt – trug ein hochgeschlossenes grünes Kleid mit ausladenden Ärmeln.
Sie erhob sich. Mit der lautlosen Anmut einer Katze bewegte sie sich durch den Raum. Sie umkreiste Madeleine, warf ihr einen abschätzigen Blick zu und wandte sich dann an Bernadette und Maria.
„Wurde sie gewaschen?“
„Ja, Mylady“, antwortete Maria mit gesenktem Blick.
„Gründlich?“